Werkstätten des Bildhauers Heinrich Seling

Heinrich Seling kehrte im Oktober 1868 aus Rom zurück. Er war 25 Jahre alt, hatte bei vielen Meistern gelernt und wollte sich selbständig machen.

Hatte er vorher bei seinem Lehrherrn oder zwischendurch bei seinen Eltern gewohnt, so richtete er sich zum 24. Oktober 1868 in Osnabrück  an der Redlinger Straße 1 eine Werkstatt ein. Nicht geklärt werden kann, ob es zu der Zeit auch schon in Osnabrück wohnte, was aber wahrscheinlich ist.

Er hat sich damals wahrscheinlich schon mit dem Bau eines Wohnhauses beschäftigt, was er 1871 auch realisierte. Sein neues Zuhause sollte an der Herderstraße sein. Im April 1871 heiratete er auch seine frühere Schulkameradin aus der Gesmolder Schule. Sie war die Tochter seines Lehrers.

Nach Fertigstellung des Hauses 1871 wohnten seine Eltern nicht mehr in Gesmold, sondern zogen zu ihm in die Herderstraße. Dort sind im Adressbuch der Stadt Osnabrück 1873 auch seine Eltern bei ihm im Haus gemeldet. Leider gibt es kein Adressbuch von 1872.

Ob er die Werkstatt sofort mit anbaute ist nicht auszumachen. Einen verlässlichen Lageplan gibt es erst um 1880.
 

 
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Im Elternhaus in Gesmold arbeitete Heinrich Seling
in der Tischlerwerkstatt seines Vaters.
edlinger Str. 1 In Osnabrück im Haus Redlinger Straße 1 wird sich Heinrich Seling
nach der Rückkehr aus Rom eine Werkstatt eingerichtet haben.
Der Lageplan vom Haus Herderstraße 27 aus dem Jahr 1880
Im Anbau befand sich die Bildhauerwerkstatt.
Das Wohnhaus der Familie Seling an der
Herderstraße 4 früher Herderstraße 27.
An die Rückseite des Hauses war die Werkstatt angebaut.